Der tägliche Gang zum Briefkasten wird langsam zur Tortur. Möchte keine Briefe mehr erhalten. Mitteillungen, die mein Gleichgewicht total in eine Schieflage bringen. Die Rentenversicherung teilt mir mit, dass das Gutachten zur Gutachterin wieder zurück geht, weil Punkt A und Punkt B klärungsbedürftig ist, keine Ahnung was Punkt A und Punkt B ist, wird natürlich nicht erläutert. Somit verschiebt sich, wenn überhaupt genehmigt, mein Aufenthalt in einer Spezialklinik auf Weiteres. Nach einem Jahr und fünf Monaten meldet sich meine Firma und möchte mich bis zum 15. Mai sehen, mag gar nicht daran denken, dann graut es mir gewaltig. Meine Krankenkasse meldet, dass ich am 08.07.2008 ausgesteuert werde, was ich ja auch erwartet habe, aber kein Wort wie es dann weiter geht. Rechnungen lassen die Lebensfreude nach oben sprießen. Mir wurde eine Toilettensitzerhöhung wegen meines Beckenbruchs verordnet und dann flattert eine Rechnung heran, die ich schon über 1 Monat bezahlt habe. Meine Krankenkasse möchte dann auch noch Geld für einen Aufenthalt im Krankenhaus von Dezember 2007, habe ich im Februar 2008 bezahlt. Der Kampf mit Freenet um meinen Telefonanschluss geht weiter. Werde eiskalt um mein Geld betrogen.
Könnte die Liste noch etwas weiter führen. Nicht ein einziger Brief war dabei, der einen positiven Inhalt hatte. Mir fehlt einfach die Kraft gegen diese Windmühlen an zu gehen und ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust mehr und lass alles gegen die Wand fahren.
Vorgestern hatte meine Jogginstrecke einen Todesfall zu verzeichnen. Ein junger Mann hatte sich von einem Viadukt, der 200m von meiner Wohnung entfernt ist, in die Tiefe gestürzt. Gestern joggte ich an der mit Blumen geschmückten Stelle vorbei und ein Gefühl der Solidarität ist in mir hoch gekommen und bewundere seinen Mut, wurde dann richtig sauer auf Ihn, dass er mich nicht mit genommen hat. Hoffentlich werde ich von diesem Scheiß, was man Leben nennt erlöst.
Wünsch trotzdem ein schönes Wochenende
Udo
Ricarda Huch entstammte einer Kaufmannsfamilie, die in ihrer Generation gleich mehrere zum Teil äußerst produktive Literaten hervorbrachte – ihr Bruder Rudolf und ihre Vettern Friedrich und Felix waren ebenfalls bekannte Schriftsteller – und wuchs in Braunschweig auf. Sie studierte, da dies für Frauen in Deutschland nicht möglich war (siehe: Frauenstudium), in der Schweiz Geschichte und Philosophie und promovierte 1892 an der Universität Zürich mit einer historischen Arbeit über „Die Neutralität der Eidgenossenschaft während des spanischen Erbfolgekrieges“ an der philosophischen Fakultät. Seit ihren Studientagen war sie mit der Tiermedizinerin Marianne Plehn befreundet, die später die erste deutsche Professorin in Bayern werden sollte. In der Zürcher Pension Walder am Schanzenberg lernte Huch ihre lebenslange Freundin, die Chemiestudentin Marie Baum, kennen, die in Danzig 1874 geboren wurde († 1964) und ihr 1950 ein biographisches Denkmal setzte: „Leuchtende Spur“.
Nicht alle Schmerzen sind heilbar
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.
Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.





















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